1 Jahr vegan – Was hat sich geändert?

Vor genau einem Jahr habe ich angefangen mich vegan zu ernähren! 😊 Zu dem Anlass gibt es von mir eine meine Bilanz darüber, was sich alles geändert hat.

 

Geschmack

Nicht nur, dass ich im letzten Jahr sehr viele Lebensmittel neu kennen gelernt habe, an die ich mich vorher nicht heran traute oder denen ich im Supermarkt einfach keine Aufmerksamkeit geschenkt hatte; mein Speiseplan hat sich einfach grundlegend geändert! Einige Lebensmittel, die ich für mich neu entdeckt habe sind zum Beispiel, Quinoa, Couscous, Hummus, Avocado, aber auch sehr simples, das ich vorher nie gekauft habe, wie zum Beispiel Zucchini und Kichererbsen. Um Zartbitterschokolade, Datteln und getrocknete Aprikosen habe ich früher einen großen Bogen gemacht. All das esse ich mittlerweile sehr gerne. Die Liste könnte ich ewig fortführen, ich denke ihr bekommt eine Idee davon, was ich meine ;)

Nach einem Jahr veganer Ernährung würze ich auch ganz anders. Salz benutze ich sehr selten, dafür kommt öfter mal Brühe zum Einsatz. Gewürze wie Kurkuma und Bohnenkraut waren früher Neuland für mich und stehen heute öfter mal auf dem Speiseplan. Auch Senf und die Maggi-Würze habe ich lieben gelernt.

Mir ist mittlerweile sogar auch einiges zu süß. Das beste Beispiel dafür ist zum Beispiel Punica oder ähnliche Säfte, aber auch einige Süßigkeiten. Ich süße heute vieles mit Zimt, statt mit Zucker. Den Untschied zwischen Zucker und Süßungsmitteln konnte ich früher auch nicht so gut herausschmecken, wie heute.

Es ist wirklich so, als hätte man meine Geschmacksnerven einmal reseted. Ich bin super zufrieden, mit dem was ich esse, vermisse gar nichts aus meiner Vor-Veganzeit und bin froh, so viel neues für mich entdeckt zu haben.

 

Auswirkungen auf den Körper

In den ersten Monaten seit Beginn meiner Ernährungsumstellung hatte ich dieses bekannte Hochgefühl, das bei vielen Neulingen auftritt: Viel Energie und Motivation, man benötigt weniger Schlaf etc. Diese Beschwingtheit normalisierte sich aber schnell wieder.

Den Abnehm-Effekt, den viele Neu-Veganer erleben, konnte ich bei mir nicht fest stellen. Ich habe vorher schon relativ gesund gegessen, Süßigkeiten weitesgehend gemieden und mich sportlich betätigt. Es gab also weder auf der Waage, noch sichtbar an meinem Körper deutliche Ergebnisse, die auf die vegane Ernährung zurück zu führen sind.

Meine Akne und mein Haarausfall sind, wider Erwarten, leider nicht besser geworden. Ich habe früher öfter gelesen, dass das Weglassen von Milchprodukten die Haut stark verbessern kann und viele Veganer ihre Akne damit komplett los werden konnten. Das hatte mich ehrlich gesagt doch etwas enttäuscht.

Einstellung

Meine Einstellung hat sich in vielen Punkten geändert. Zum Beispiel stand für mich zu Beginn nur die vegane Ernährung im Vordergrund. Gewissensbisse bezüglich veganer Pflege und Kosmetik kamen ein paar Monate später zwar auch immer zwischendurch, der Umstieg erfolgte bei mir jedoch erst vor kurzem. Heute bin ich mir viel bewusster über Tierleid jeglicher Art. Menschen, die mir freudig von ihrem tollen Tag im Zoo oder Sea Life erzählen wollen, bereiten mir Zähneknirschen. Erzähle ich diesen Personen dann meine Meinung zum Thema Tierqälerei etc., gehe ich natürlich als „aggressiver Veganer“ durch, der anderen seine Meinung „aufzwingen“ möchte.

Ich habe zwar schon früher gelernt, dass beim Thema vegane Ernährung das berühmte „Ich könnte nie“ meiner Mitmenschen tatsächlich „Ich will nicht“ bedeutet, mit der Zeit wurde ich in diesem Punkt jedoch ein bisschen selbstbewusster auch mal jene offen darauf anzusprechen, die sich damit herausredeten und nicht einmal versucht haben zwei Tage vegan zu essen.

Gestartet habe ich meine Ernährungsumstellung mit dem Gedanken „Mal schauen, wie das so klappt und wie lange ich das machen werde„. Ein Gedanke, der mich heute zum Schmunzeln bringt. Ich kann mir an diesem Punkt nicht mehr vorstellen irgendwann wieder tierische Produkte zu essen und möchte es auch nicht. Ein Enddatum scheint für mich beim Veganismus also nicht in Sicht, was für mich und meine Mitmenschen früher ein großes Fragezeichen war. Was sich leider bis heute nicht geändert hat, sind die missbilligenden Kommentare von Verwandten und Bekannten, die immer noch glauben, ich ernähre mich ungesund und dass der Veganismus nur eine Last für diejenigen sei, mit/bei denen ich esse. Damit werde ich weiterhin kämpfen müssen.

Ich fühle mich aber so viel wohler mit den Entscheidungen, die ich täglich treffe und den Tieren, die ich somit jeden Tag vor dem Schlachthof verschonen kann. Jede Mahlzeit zählt und nach einem Jahr hochgerechnet sind das schon so einige ;) Ich habe nicht nur mein Essen, sondern auch mein Leben umgestellt und fühle mich super mit meinem Lebensstil 😊

 

Ähnliche Beiträge zu dem Thema:

Infos zu meiner Ernährung

Umstieg zu veganer Kosmetik

Das Ergebnis meines Bluttests

 

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3 Gedanken zu “1 Jahr vegan – Was hat sich geändert?

  1. Interessanter Bericht! Ich ernähre mich zu 95% vegetarisch, ich bin ehrlich, bei reiner veganer Ernährung würden mir einige Dinge fehlen. Aber ich sehe es für mich so: lieber zum großen Teil etwas für sich umstellen und dabei bleiben als zu 100%, merken dass man sich nicht wohlfühlt und komplett ins alte Muster zurück fällt – so geht es mir auch im NK-Bereich.
    LG

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