Bekenntnis zum Thema vegane Kosmetik

Hi ihr Lieben :) Heute gibt es mal ein Bekenntnis von mir in Bezug auf pflegende und dekorative vegane Kosmetik.

 

Was mich zurzeit beschäftigt

Wie einige von euch sicher mitbekommen habe, sind viele meiner Kosmetikprodukte nicht vegan. Ich wurde auch öfter schon gefragt, wie ich das denn mit mir vereinbaren könnte, wo ich von mir doch behaupte Veganerin zu sein. Da ich mich zu 100 % vegan ernähre, behielt ich mir das Recht vor mich auch „Veganerin“ bezeichnen zu dürfen. Für die meisten, aber längst nicht alle, steckt natürlich mehr dahinter als nur die Ernährung. Aspekte wie Kosmetik, Kleidung, Schuhe oder Reinigungsmittel standen für mich einfach nicht so im Vordergrund.

Ich muss gestehen, dass mein tatsächlicher Entschluss zum Veganismus Anfang diesen Jahres ein ganz egoistischer war: es ging mir zum einen hauptsächlich um meine Gesundheit und zum anderen hörte ich sehr oft, dass ich durch das Weglassen von Milchprodukten meine starke Akne in den Griff bekommen könnte (was sich nach 11 Monaten veganer Ernährung übrigens nicht bestätigte ^^). Natürlich war ich auch froh damit meinen Teil gegen Massentierhaltung/ -abschlachtung etc. beitragen zu können! So ganz machte es mit dem ethischen Aspekt dann aber erst Klick, als ich mir ein paar Tage nach meinem Veganismus-Start die Dokumentation Earthlings ansah, die nichts für schwache Nerven aber auch sehr empfehlenswert ist! Ich finde man muss sie mal gesehen haben, um wirklich ernsthaft zu verstehen, was in der Fleischindustrie etc. abgeht.

Und trotzdem war ich in Bezug auf Kosmetik noch nicht dazu bereit alles umzustellen. Zwar hat das bei z. B. Gesichtspflege und Duschgel ganz gut geklappt, aber bei dekorativer Kosmetik wollte ich mich, vor allem wegen meiner Problemhaut und dem dadurch mangelnden Selbstwertgefühl, einfach nicht einschränken. Ich schätze ich fand das Thema Tierversuche (so grausam es auch klingen mag) einfach noch nicht „wichtig genug“, um mich damit mehr zu befassen. Für mich persönlich sind viele der veganen Kosmetikartikel einfach nicht so toll, wie die anderen und mir war es wichtiger mich selbst wohler zu fühlen.

Immer wenn ich also zu hören bekam, dass Veganismus ja nicht nur die Ernährung umfasst und wenn ich gefragt wurde, wie ich das denn mit mir vereinbaren könnte, habe ich mich zugegebenermaßen ein wenig darüber geärgert: Wir Veganer ziehen schließlich alle an einem Strang und jeder muss selber für sich entscheiden, in wieweit er das in sein komplettes Leben integrieren kann. Daher sollte man nicht differenziern, wer „mehr Veganer“ oder der „bessere Veganer“ ist.

In der letzten Zeit jedoch klickte, was Kosmetik angeht, langsam aber sicher auch hier der Schalter in mir, sodass ich mich immer öfter fragte, ob ich meine „egoistischen Absichten“ noch weiter durchziehen möchte …

 

Mein Vorhaben

Tatsächlich gab es in den letzten Wochen die ein oder andere Nacht, in der ich lange wach lag, einfach weil mir der Gedanke nicht aus dem Kopf ging, dass ich einen Teil dazu beitragen möchte gegen Tierversuche und tierische Inhaltsstoffen in Kosmetika etc. vorzugehen.

 

Zurzeit lese ich immer wieder den Spruch „Wer ein Hähnchen für 2,49 € kauft, gibt an der Kasse das Recht ab sich über Massentierhaltung aufzuregen.“ Genauso ist es mit Tierversuchen, die ich jedes Mal ja indirekt „unterstütze“, indem ich solche Produkte kaufe.

Bis jetzt war ich einfach noch nicht bereit mich da komplett drauf einzulassen. Nun möchte ich aber darauf achten ausschließlich vegane Kosmetik und Pflege neu zu kaufen, was ich mir noch sehr schwierig vorstelle. Zum einen, da nicht alle Unternehmen die Inhaltsstoffe ersichtlich preisgeben und zum anderen, weil es teilweise aufwendige Recherche erfordert, um herauszufinden, ob ein Produkt nun wirklich vegan ist. Vor allem ist dann wieder ein anderer Punkt herauszufinden, ob das Unternehmen Tierversuche durchführt. Ich habe schon bei vielen Produkten das Internet durchforstet und irgendwann einfach die Suche aufgegeben, da ich nicht fündig wurde.

Für mich ist die Umstellung auf vegane Kosmetik eine noch größere als die Umstellung mit der Ernährung! :D

Ich bin also mal gespannt, wie sich mein Vorhaben so gestaltet. Die Kosmetik, die ich zurzeit besitze (oder zumindest einen Großteil), werde ich erst einmal behalten und aufbrauchen, da ich es verschwenderisch fände alles wegzuschmeißen, zumal es blöd gesagt jetzt „sowieso zu spät ist“, um an den Dingen was zu ändern. Außerdem würde das ziemlich teuer werden meinen kompletten Badezimmerschrank auf einmal neu zu bestücken ^^“ Es werden also wahrscheinlich auch noch ein paar Reviews mit nicht-veganen Produkten folgen, einfach weil ich sie schon besitze und getestet habe.

Ich kann mir vorstellen, dass eingige das vielleicht nicht gut finden werden, also verurteilt mich.

Die Umstellung auf vegane Kosmetik mache ich schließlich nicht wegen der Menschen, die mit dem Finger auf mich zeigen, wenn ich es nicht tun würde ;) Ich gestalte meinen Lebensstil so wie ich ihn für richtig finde und auch wenn ich mich eigentlich nicht rechtfertigen muss, fand ich eine Erklärung mal ganz sinnvoll und auch recht befreiend :D

Eins noch: „Ganz oder gar nicht“ finde ich beim Thema Veganismus auch blödsinnig. Jeder Schritt in diese Richtung ist super und je mehr sich dem Veganismus anschließen, desto besser. Allerdings müssen wir Veganer auch aufhören über andere Veganer zu urteilen, die „nicht genug machen“. Da braucht einer vielleicht mehr Zeit, der andere weniger.

Ich bin froh, dass ich mich euch ein wenig öffnen konnte und eine für mich gute Entscheidung getroffen habe. Bin gespannt, wie das alles so klappt :D Falls ihr da ein paar gute Seiten, Apps oder Tipps empfehlen könnt, bin ich euch sehr dankbar! 💋‍

 

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13 Gedanken zu “Bekenntnis zum Thema vegane Kosmetik

  1. Schöne Entscheidung! :) Für mich war bei der ‚Komplett-Veganisierung‘ meines Lebens Make-Up das kleinste Übel, da ich mich einfach nur dreimal im Jahr zum besonderen Anlässen schminke, lediglich die Suche nach einer geeigneten Haarfarbe war eine kleine Challenge. Meine Freundin leidet aber auch unter ‚Problemhaut‘, sie ist schließlich mit der ‚Tea Tree‘-Serie von Body Shop glücklich geworden – wobei Body Shop wiederum ein Streitthema unter Veganern / Tierversuchsgegnern ist, da das Unternehmen selbst zwar komplett tierversuchsfrei ist, jedoch als Tochtergesellschaft zu L’Oreal gehört. Wenn du noch ein bisschen Inspiration suchst, kann ich diesen Blog sehr empfehlen: http://www.kosmetik-vegan.de :)

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    1. Danke für die Tipps, die Seite kenne ich sogar schon :D die einzelnen Tochterfirmen, wer nach China verkauft und solche Sachen habe ich natürlich noch nicht so drauf, aber da werd ich schon gut klar konmen. Vor allem mich meine Leser so toll unterstützten und mir gute Tipps geben :) ♡

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  2. Gut, dass du es jetzt doch eingesehen hast. Lieber spät als gar nicht. Ich gratuliere hierzu, auch wenn es nicht ganz einfach wird, wie du ja auch schon geschrieben hast.

    „Ich kann mir vorstellen, dass eingige das vielleicht nicht gut finden werden, also verurteilt mich.“

    Das habe ich ja schon hinter mir. Du bist ja auf dem besten Weg und deine (neuen) Ansichten finde ich super. Mach weiter so…

    Gefällt 2 Personen

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